El blog de Susana

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En muchas páginas plasmo mi opinión y mis experiencias, por lo tanto, no es tribuna para discusiones. El mundo es diverso en opiniones.

Die kaputte Sprache

SprachenPosted by sussicar Mon, November 05, 2018 09:47:36

Heutzutage hört man, dass die Kinder kein richtiges Deutsch mehr sprechen können. Man hört, dass Migranten die deutsche Sprache nicht lernen können (oder wollen) oder liegt die Schuld daran, dass die Kinder überhaupt viel zu wenig lesen. Es wird viel vermutet. Für mich ist es eine Tatsache, dass die deutsche Sprache vernachlässigt wird. Rechtschreibreform hin oder her, nach ein paar Jahren macht man vieles wieder rückgängig; die Kinder sollten ohne grammatikalische Regeln schreiben, nur nach Gehör. Mindestens in den zwei ersten Schuljahren. In einigen Schulen macht man es so, in anderen wieder nicht. Was mich als Diplom-Übersetzerin krank macht ist, dass in jedem aus dem Englischen übersetzten Buch oder Film z. B. Wörter wie „Mama“, „Papa“ oder „Oma“ nicht mehr übersetzt werden. Nur noch „mom“, „dad“ „grandmom“ und so weiter. Das sind keine Eigennamen. Es wundert mich dann nicht, dass ein Mädchen von „Dad“ redet, anstatt von „Papa“. Oder der „Sir“ statt der „Herr“; „ay, ay“ statt „jawohl“ oder die „cops“. Wie auf einem Sender zu sehen ist: „Die Straßencops“. Auch Film- und Büchertitel werden einfach gar nicht übersetzt. Geht es noch? Ich könnte eine ganze Seite mit Beispielen füllen. Ist das irgendwie modern? Faulheit oder Snobismus? Und es scheint immer schlimmer zu werden, obwohl Englisch z.T. als Fach in der Grundschule nicht mehr angeboten wird. Beim Reden leihen oder adaptieren die Menschen Wörter aus anderen Sprachen und so entwickelt sich die Sprache. Es scheint so, dass das Fernsehen oder die Verlage mit Hilfe von Pseudo-Übersetzer versuchen irgendwie die englische Sprache mit Gewalt in die deutsche zu integrieren. Wieso beschwert man sich überhaupt, wenn die Kinder nicht mehr richtig reden? In anderen Ländern schafft man das mit weniger Ressourcen und Studien. Jawohl! Wie z.B. in Frankreich. Oder in Lateinamerika. Spanien ist der Sitz einer Sprachakademie (in Deutschland gibt es nichts Vergleichbares), die sogar ein einheitliches Wörterbuch der Spanischen Sprache für alle spanisch-sprechenden Länder herausbringt. Man redet trotzdem mit regionalen und grammatikalischen Unterschieden und das geht ausgezeichnet. Die deutsche Sprache kann einem schwer vorkommen, es gibt aber andere noch schwerere. Wenn man schon in einem multikulturellen Land lebt, braucht man etwas was alle zusammenbringt und ein Gefühl der Zusammenzugehörigkeit vermittelt. Eine Sprache „noch einfacher“ machen zu wollen ist wirklich keine Lösung.



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